Patienteninformationen 2017-07-04T16:44:30+00:00

Informationen für unsere Patienten

Ob durchsichtige Zahnspange, feste Zahnspange oder herausnehmbare Apparatur: Wir bieten die gesamte Bandbreite der modernen kieferorthopädischen Behandlungen an, um Ihre Zähne Ihr gesamtes Leben lang gesund und schön zu erhalten. Erfahren Sie mehr über unsere Formen der Behandlung.

Ein Kieferorthopäde für Kinder? Ist eine Zahnspange bei Milchzähnen denn sinnvoll? Das fragen sich viele Eltern. Doch einige Zahn- und Kieferfehl­stellungen bei Kindern sind so gravierend, dass eine Therapie schon im Alter von ca. 4 – 8 Jahren erfolgen sollte. Häufig sind diese Störungen der Gebissentwicklung genetisch bedingt, können aber auch durch schlechte Gewohnheiten oder frühen Milchzahnverlust hervorgerufen werden. Die frühzeitigen kieferorthopädische Behandlung bei Kindern verhindert Entwicklungsprobleme. Die Therapie beschränkt sich auf einen relativ kurzen Zeitraum.

Um sicher zu gehen, ob bei Ihrem Kind eine solche Frühbehandlung indiziert ist, sollten Sie mit Ihrem Kind spätestens im Alter von 6 Jahren zu einem kieferorthopädischen Erstberatungstermin kommen. In der Frühbehandlung werden z. B. Kreuzbisse, extreme Rücklagen des Unter- oder Oberkiefers sowie offene Bisse therapiert.

Im Rahmen einer Frühbehandlung lassen sich oftmals mit geringem Aufwand deutliche Verbesserungen der Zahn- und Kieferstellungen erzielen. Oft wird dabei auch eine Verbesserung der Schluck- und Sprechfunktion erreicht. Es kommen dabei überwiegend herausnehm­bare Apparaturen zum Einsatz.

Die eigentliche kieferorthopädische Behandlung beginnt im Alter von 9 bis 11 Jahren.

Der Beginn ist vom Entwicklungsstand des Gebisses, dem Ausmaß der Fehlstellung und dem allgemeinen Entwicklungsstand des Kindes abhängig.

Bei einer frühzeitigen Behandlungsaufnahme wird das Wachstum von Ober- und Unterkiefer durch herausnehmbare Zahnspangen (sogenannte „lose Spangen“) unterstützt und dadurch der Zahnwechsel, die Kieferlage und die Zungenfunktion positiv beeinflusst. Mit der kieferorthopädischen Therapie werden Funktionsstörungen verhindert und Karies und Zahnfleischerkrankungen vorgebeugt.

Den bleibenden Zähnen wird der Weg bereitet, sich in die richtige Stellung einzuordnen. So können wir Extraktionen, also das Ziehen von Milchzähnen und gesunden bleibenden Zähnen, wenn möglich weitgehend vermeiden.

Sind Zähne im Gebiss gedreht, stark gekippt, lückig oder stehen an der falschen Stelle, muss mit einer festsitzenden Apparatur (“feste Zahnspange”) behandelt werden.

Allgemein ist auch in jedem Erwachsenenalter eine kieferorthopädische Behandlung möglich. Eine Zahnspange mit 30 und mehr ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Dabei gibt es sowohl lose Zahnspangen für Erwachsene als auch feste.

Bei Erwachsenen wird eine Therapie aus ästhetischen oder funktionellen Gründen erwünscht. Vorraussetzung für eine Therapie ist ein gesunder Zahnhalteapparat und ein gesundes Zahnfleisch.

An eine Zahnspange für Erwachsene werden hohe ästhetische Ansprüche gestellt. Deshalb kommen beim erwachsenen Patienten häufig eher zahnfarbene bzw. nicht sichtbare Apparaturen in Frage. Eine durchsichtige Zahnspange ist heute keine Seltenheit mehr. Bei leichteren bis mittelschweren Fehlstellungen ist eine Behandlung mit unsichtbaren Schienen möglich. Die Lingualtechnik beinhaltet eine innen auf die Zahnflächen geklebte Apparatur. Auch bei Berufstätigen, die in der Öffentlichkeit stehen und Kundenkontakt haben, ist eine Behandlung mit einer unsichtbaren Zahnspange für Erwachsene jederzeit möglich.

Für eine Vielzahl von Problemen gibt es verschiedene Therapieformen. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Zahnarzt erarbeiten wir Ihre ideale Lösung. Wir beraten Sie gerne. Für gerade Zähne ist es nie zu spät!

Herausnehmbare Geräte werden gern als “lose Zahnspangen” oder “lockere Zahnspangen” bezeichnet. Aktive Platten und funktionskiefer­orthopädische Geräte sind z. B. klassische herausnehmbare Behandlungsgeräte. Mit ihnen lassen sich bestimmte Einzelzahnbewegungen durchführen und die Stellung der Kiefer zueinander korrigieren. Der größte Therapieerfolg ist bei Kindern im Wachstumsalter zu erzielen.

Prinzipiell besteht eine herausnehmbare Zahnspange aus einem Kunststoffkörper, an dem Halte- sowie Aktivelementen aus Draht und Dehnschrauben eingearbeitet sind.

Der Kunststoff kann in den verschiedensten Farben hergestellt werden, knallig bunt oder dezent und unauffällig.

Die Tragedauer der Klammer beträgt mindestens 14 Stunden pro Tag. Zum Essen, Trinken und Zähneputzen werden die Spangen in der Regel herausgenommen. Um die Zahnspange zu reinigen – natürlich täglich -, empfehlen wir Zahnbürste und Zahncreme.

 

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Die festsitzenden Apparaturen sind, wie ihr Name bereits sagt, fest auf dem Zahn mit Hilfe von Kunststoffen oder Zementen aufgeklebt. Sie werden umgangssprachlich “feste Zahnspange” genannt. Sie bestehen aus den aufgeklebten Brackets aus Metall oder aber auch zahnfarbenen Brackets und den Drahtbögen.

Die feste Zahnspange wirkt 24 Stunden am Tag. Mit ihr können gezielte und kontrollierte Einzel- und Gruppenzahnbewegungen durchgeführt werden. Die Gesamtbehandlungsdauer reduziert sich im Vergleich zu den herausnehmbaren Zahnspangen.

Bei festen Zahnspangen gibt es verschiedene Arten. Die adhäsive (geklebte) Verbindung auf den Zähnen ist reversibel und für den Zahn nicht schädlich. Dort, wo das Bracket klebt, ist der Zahn geschützt. Das Bracket-Umfeld benötigt durchgehend eine intensive Putzpflege, die zeitintensiver und aufwendiger ist. Die Aussprache ist bei einer festen Spange von außen nicht beeinträchtigt.

Um das Bracketumfeld zusätzlich zu schützen, bieten wir verschiedene Therapieansätze an.

In unserer Praxis verwenden wir selbstligierende Brackets (Damon®-Brackets). Sie sind kleiner als gewöhnliche Brackets und haben einen Verschluss aus Metall, in dem der elastische Drahtbogen eingesetzt wird. Die selbstligierenden Brackets kommen mit geringeren Kräften aus, die eine schonendere und weniger spürbare Bewegung der Zähne ermöglichen.

Die Mundhygiene ist durch die geringere Größe der Brackets und den Interbracketabstand einfacher und die Zähne lassen sich besser reinigen.

Die Verwendung von superelastischen Bögen vermindert den Druck und hiermit die Nebenwirkung auf den Zahnhalteapparat.

Non-Compliance-Geräte

Non-Compliance-Geräte wie die Pendulum-Apparatur bieten eine ästhetische Alternative zum Headgear, die zudem 24 Stunden pro Tag wirken kann und eine Extraktion von bleibenden Zähnen in manchen Fällen abwenden kann.

Andere Non-Compliance-Geräte ersetzen die Gummizüge und bieten mehr Kraftansatz um eine korrekte seitliche Verzahnung zu erreichen (z. B. Flex-Developer®, Forsus-Feder®).

Kiefergelenkschmerzen gehen meistens auf Kiefergelenkbeschwerden (craniomandibuläre Dysfunktion – CMD) und Beschwerden in den umliegenden Strukturen zurück und können die unterschiedlichsten Ursachen haben.

Da das Kiefergelenk aufgrund der funktionellen Zusammenhänge zwischen Kauorgan und Wirbelsäule eine zentrale Rolle im Bewegungsapparat spielt, ist die Funktionsdiagnostik eine entscheidende Grundlage, um die geeignete Therapie für die jeweilige Funktionsstörung / Erkrankung zu finden.

Dabei ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit begleitender Manualtherapie / Physiotherapie genauso wichtig wie der Austausch mit Orthopäden, HNO-Ärzten und Allgemeinmedizinern.

Die Ursache- und Beschwerdesymptomatik ist so vielfältig wie die medizinischen Maßnahmen, von denen die Schienentherapie nur einen Baustein der interdisziplinären Behandlung darstellt. Wir untersuchen und beraten Sie deshalb individuell, um Ihren Kiefergelenkschmerzen den Garaus zu machen.

 

Nach jeder Mahlzeit sollte man zur Zahnbürste greifen oder wenigstens den Mund kräftig mit Wasser ausspülen. 3 maliges Zähneputzen pro Tag ist die wirkungsvollste Waffe gegen hartnäckige Zahnbeläge. Putzen Sie nach dem Frühstück und nach dem Mittag- und Abendessen, denn nach dem Essen steigt die Säurekonzentration in Ihrem Mund an. Eine zusätzliche fluoridhaltige Mundspülung ist zu empfehlen.

Damit Sie keine Zahnbereiche vergessen, wäre es sinnvoll, sich eine systematische Putztechnik anzugewöhnen. Achten Sie darauf, jeden Zahn zu putzen. Neben einem ritualisierten Putzvorgang ist vor allem die richtige Putztechnik wichtig. Gerne zeigen wir Ihnen die ideale Technik für Sie, denn durch falsches Zähneputzen kann auch viel zerstört werden. So sehen wir immer wieder Patienten, die sich mit harten Bürsten und falscher Technik den Schmelz von den Zähnen wegschrubben und dadurch die empfindlichen Zahnhälse freilegen.

Die Innen- und Außenseiten der Zähne reinigen Sie mit kleinen kreisenden Bewegungen. Dazu ist nur sehr wenig Kraft nötig, da die Bakterien meist einfach abwischbar sind. Die Borstenspitzen neigen Sie am besten leicht Richtung Zahnfleischrand, um auch den Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch zu pflegen. Durch die richtige Zahnputztechnik, beugen Sie einer Zahnbetterkrankung vor.

Anschließend ist die Benutzung der Zahnseide oder von Zahnzwischenraumbürsten angezeigt. Um die durch die Zahnseide gelockerten Beläge ganz zu entfernen, spülen Sie mit einer milden Spüllösung oder einfach gründlich mit Wasser nach.

Die regelmäßigen Kontrollen bei Ihrem Zahnarzt sind in jedem Fall weiter zu führen.

Hier können Sie sich Informationen zum Zähneputzen mit der festen Klammer als PDF herunterladen.

Die eigentliche kieferorthopädische Behandlung beginnt normalerweise im 9. bis 11. Lebensjahr. Der Beginn ist sowohl vom Gebiss- und allgemeinen Entwicklungsstand des Kindes abhängig, als auch vom Ausmaß der Fehlstellung. In einigen Fällen ist aber schon eine Frühbehandlung im Alter von 4 – 8 Jahren indiziert. Deshalb ist der ideale Zeitpunkt für eine erste Vorstellung beim Kieferorthopäden in etwa zu Beginn der Einschulung.

 


  • Nach klinischer Untersuchung und Analysen von Situationsmodellen der Kiefer, digitalen Röntgenbildern und Fotos wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Welche Art von Behandlungsapparatur verwendet wird, hängt von der zugrunde liegenden Anomalie, dem Alter und Entwicklungsstadium ab.
  • Der Behandlungsplan und die damit verbundenen Kosten werden vor Beginn der Behandlung in einem Besprechungstermin genauestens erläutert. Wir nehmen uns gerne Zeit, um die Therapiemöglichkeiten mit Ihnen anhand der diagnostischen Unterlagen durchzugehen.
  • Die Therapie wird in eine 2 – 3 jährige aktive Phase und eine ca. 1 jährige Stabilisierungsphase unterteilt. In der aktiven Phase werden die Kiefer- und die Zahnfehlstellung korrigiert.